Wir sollten mit den Lehrern nicht zu hart ins Gericht gehen. Ich habe großen Respekt vor jedem Lehrer oder jeder Lehrerin, der/die heutzutage in der Lage ist, das deutlich komplexer gewordene Wissen zu vermitteln und auch mit unterschiedlichsten Vorbildungen der Kinder klar zu kommen.  

Lehrer sind heute vielen Faktoren ausgesetzt, die es früher nicht in dieser Form und Intensität gab:

  1. Kinder sind heute von den vielen Medienangeboten erschlagen, da bleibt kaum Zeit für´s Üben nach der Schule, wenn man hier nicht als Eltern deutliche und effektive Regeln aufstellt.

  2. Manchmal haben es Eltern versäumt, ihren Kindern einen respektvollen Umgang mit anderen Mitmenschen anzuerziehen, auch Lehrern gegenüber. Deshalb sind Lehreinnen und Lehrer auch zum Teil groben Disziplinverstößen ausgesetzt. Denen zu begegnen haben sie nur sehr eingeschränkte Mittel. Grundlegende Regeln eines respektvollen Umgangs untereinander wurden manchen Kindern schon im Elternhaus nicht vermittelt. Das erschwert die Wissensvermittlung enorm, weil andere Kinder im Unterricht darunter leiden, weil es meist einzelne Kinder gibt, die den Unterricht regelmäßig stören. Nicht selten ist es für die Lehrkraft sehr schwer eine akzeptable Lernatmosphäre zu schaffen. 

  3. Viele zusätzliche Probleme, wie z.B. Integration von Kindern, deren Lernmöglichkeiten deutlich unter dem Durchschnitt zurückliegen. Auch die Integration von Migrationskindern ist eine Herausforderung, besonders wenn diese noch große Probleme beim Anwenden der deutschen Sprache haben. Es sind aber nicht nur die Integrationskinder. Auch viel deutsche Kinder haben große Probleme mit der Rechtschreibung, weil kaum noch intensiv gelesen wird oder schon im Frühkindesalter nur ungenügend an das Lesen und Schreiben herangeführt wurden.   

  4.  Die Anforderungen, die heute im Lehrplan an die Kinder gestellt werden, sind viel höher als noch zu meinen Schulzeiten. Hier sind auch einige Lerninhalte m.E. sehr kritisch zu sehen. Ich habe oft den Eindruck, als sollte jeder nach der Schule in der Lage sein, Mathematik, Chemie, Biologie, Geschichte, Physik und all die anderen Fächer studieren zu können. Das gilt nicht nur für die Kinder an Gymnasien. Hier kann man nur hoffen, dass irgendwann auch von staatlicher Seite wieder Vernunft in die Lehrpläne einzieht.   

Ich könnte noch viel mehr Punkte anbringen. Alles in allem nötigt es mir sehr hohen Respekt jedem Lehrer gegenüber ab, der unter diesen Rahmenbedingungen täglich versucht, einen guten Job zu machen und mit diesen Herausforderungen einigermaßen klarkommt und dabei auch gesund bleibt.

Ich bin deshalb gern bereit, auch wenn dass natürlich kein kostenfreies Angebot sein kann, die Lehrer mit meiner Art der Nachhilfe zu unterstützen und lade die Eltern ein, das Angebot in Anspruch zu nehmen.  

 

Ihr
Frank Schubert